Nationalparks – Hommage an die Tierforscher Michael und Bernhard Grzimek

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Die wohl schönsten Nationalparks in Tansania sind die Serengeti und der Ngorongoro Krater, sie gehören zu den faszinierendsten Safari-Destinationen Ostafrikas. Die beiden Wissenschaftler Michael und Bernhard Grzimek trugen viel dazu bei, damit diese einmalige Tierwelt geschützt wird.

Der Ngorongoro Krater wirkt wie ein riesiger und aussergewöhnlicher Zoo von schier unendlicher Weite. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass sich die Menschen bei der Besichtigungstour in fahrenden Käfigen befinden, also die Umkehrung des Inhaltes eines Zoos im eigentlichen Sinne. Allerhand Tierbeobachtungen sind hier möglich, denn seine Vielfalt ist einfach atemberaubend, und die Tiere lassen sich durch den relativ dichten Safaritourismus kaum stören.

Der Krater selbst ist eigentlich nur 260 qkm gross, und doch bietet er eine Fülle an Naturschauspielen; eine belebte offene Savanne, Akazienwälder, Sümpfe und Seen. Insgesamt residieren hier 25000 Säugetiere und eine bemerkenswerte, farbenprächtige Vogelwelt mit über 500 Arten, Reptilien und Amphibien. Der Ngorongoro Krater ist Teil des größeren Serengeti-Ökosystems, das auch für seine Tierwanderungen bekannt ist.

Beinahe hätte es diesen herrlichen Nationalpark nie gegeben. Pläne für Rinderzucht bestanden, und die Gestaltungsfreiheit der Massai wurde aufgrund deren Viehhaltung eingeschränkt.

Angesichts dessen erinnern wir uns gerne an die Filme «Kein Platz für wilde Tiere» und «Die Serengeti darf nicht sterben». Besonders für die Serengeti setzten sich Bernhard und Michal Grzimek mit diesen preisgekrönten filmischen Werken ein.

Januar-März
Die Herden halten sich im Süden rund um den Ndutu-See auf und erholen sich hier. Hier bringen sie auch ihren Nachwuchs zur Welt.

April-Juni
Die Wanderungen führen in den Westen, bis die Herden den Grumeti Fluss erreichen. Gesetz des Falles die westliche Serengeti bietet nicht genügend Nahrung, wird die gefährliche Überquerung des Flusses gewagt.

Juli-Oktober
Die Tiere ziehen nach Norden weiter und müssen nun den Mara überqueren. Viele Herden bleiben in der nördlichen Serengeti.

November-Dezember
In kleinen Gruppen ziehen die Tiere zurück Richtung Süden, von wo aus die Wanderungen auf denselben Routen im April erneut beginnen werden.

Werden diese Wanderungen in eine Safari-Planung einbezogen, so eröffnet sich eine hohe Chance, viele dieser Tiere zu beobachten. Die beiden Wissenschaftler studierten sie auf ihrem Weg und zählten dabei bis zu eineinhalb Millionen Tiere. Michael Grzimek kam 1959, während einer solchen Zählung, beinahe ums Leben; heute erinnert eine Steinpyramide am Rande des Ngorongoro Kraters an seine Leistungen. Sein Vater Bernhard leitete viele Vorträge darüber und war später auch Direktor des Frankfurter Zoos.

Selbstverständlich existieren noch viele weitere Nationalparks, für die sich ein Besuch lohnt:

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Die Links innerhalb des Textes führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte.